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  • Blut: Treibstoff des Lebens

    Der menschliche Quellstrom Blut durchfließt unseren Organismus auf einer Länge von 90.000 km. Blut sorgt dafür, dass alle Organe funktionieren und der Körper agil, leistungsfähig und gesund bleibt. Damit dies reibungslos und zufrieden stellend gelingt, muss dem Körper ausreichend Arginin zur Verfügung stehen.

    Die Vorstufe von Stickstoffmonoxid

    Arginin ist die Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO), einem unverzichtbaren Botenstoff, der ganz automatisch während der NO-Synthese entsteht. Für den Körper besitzt NO eine zentrale Bedeutung:

    • NO weitet die Adern,
    • NO hält das Gefäßsystem geschmeidig,
    • NO reguliert den Blutfluss und Blutdruck,
    • NO erleichtert die Herztätigkeit,
    • NO verhindert, dass Thrombozyten mit der Arterienwand verkleben.

    Mit anderen Worten: NO beugt arterioskle-rotischen Gefäßverschlüssen vor und trägt so wesentlich zur Gesundheit bei. Ein Mechanismus, der im Übrigen noch nicht lange bekannt ist und dessen Entdeckung mit dem Nobelpreis für Medizin honoriert wurde. 1998 erhielten die US-Amerikaner Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad die Auszeichnung „Für die Erforschung der Wirkungen von Stickstoffmonoxid als Signalmolekül im menschlichen Herz-Kreislauf- und Gefäßsystem“.

    Achtung! Explosive Mechanismen

    Doch es gibt noch eine andere Verbindung zwischen Arginin und Alfred Nobel, dem Nobelpreis-Stifter und Erfinder von Dynamit – jenem Sprengstoff, der auf der chemischen Verbindung Nitroglycerin beruht. Indirekt steht diese in einem Zusammenhang mit der Entdeckung von Arginin, denn Nitroglycerin setzt NO frei! Nobel litt unter einer Herzkrankheit, sein Arzt verschrieb ihm Nitroglycerin, dessen „explosive Wirkung“ im 19. Jahrhundert als Medizin eingesetzt wurde (wenngleich man um die Rolle von Arginin zu der Zeit noch nicht wusste). Durch die Freisetzung von NO öffnen sich die Blutgefäße sehr rasch ziemlich weit, Herzschmerzen (bspw. verursacht durch Angina pectoris) verfliegen. Biochemisch sind Stickstoffmonoxid, Arginin und Nitroglycerin eng verwandt, wie ein Blick auf die Strukturformeln offenbart: Stickstoffmonoxid: NO, Arginin: NO2, Nitroglycerin: NO3.