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  • Durch Ernährung die Gefäßgesundheit gezielt fördern

    Dick- und Fettleibigkeit ziehen „schwerwiegende“ Folgeerkrankungen nach sich. Diese reichen von psychischen Problemen über Diabetes mellitus Typ 2 bis Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zu denen auch Arteriosklerose und Bluthochdruck zählen). Letztere stellen in den Industrienationen die häufigste Todesursache im Erwachsenenalter dar. Dabei nimmt die koronare Herzkrankheit (KHK), bei der es aufgrund verengter Herzkranzgefäße zu einer Mangeldurchblutung des Herzens kommt, eine herausragende Stellung ein: die akute Komplikation Herzinfarkt rafft jährlich rund 65.000 Deutsche dahin. Insgesamt ist hierzulande jeder fünfte Todesfall durch eine KHK verursacht – und damit überwiegend auch selbst verschuldet …

    Ohne Eigeninitiative keine Veränderung

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das US-Gesundheitsministerium empfehlen nicht zuletzt deshalb, die grassierende Dick- und Fettleibigkeit wie eine Infektionskrankheit zu bekämpfen. Dabei sollte man sich allerdings nicht auf Andere verlassen! Der wesentliche Ansatz besteht immer noch darin, in einem ersten Schritt das persönliche Ernährungsverhalten umzustellen.

    Lebensmittel mit hohem Arginin-Anteil

    Grundsätzlich empfiehlt es sich, nach Möglichkeit 5mal täglich Obst und (rohes) Gemüse zu verzehren. Darüber hinaus fördert eine ballaststoffreiche und fettarme Kost die Gefäßgesundheit. Und zuletzt schützt die Zufuhr von Lebensmitteln mit hohem Arginin-Anteil vor Durchblutungsstörungen. Laut der Nährstoffdatenbank des US-Gesundheitsministeriums besitzen nachfolgende Lebensmittel einen besonders hohen Arginin-Anteil (Mengenangabe bezogen auf 100 Gramm):

    • Kürbiskern: 5,4 g
    • Erdnuss (geröstet): 2,8 g
    • Pinienkern: 2,4 g
    • Walnuss: 2,3 g
    • Erbse: 2,2 g
    • Hähnchenbrust: 1,4 g
    • Schweinefleisch (roh): 1,4 g
    • Lachs (roh): 1,2 g
    • Buchweizen: 1,0 g
    • Ei: 0,8 g
    • Weizenvollkornmehl: 0,6 g
    • Reis (ungeschält): 0,6
    • Maisvollkornmehl: 0,3 g
    • Milch: 0,1 g

    Viel, aber leider nicht ausreichend

    Leider verliert der menschliche Körper mit zunehmendem Alter die Fähigkeit, in erforderlichem Maße aus der zugeführten Nahrung die benötigten Nährstoffe herauszuholen. Ganz gleich, wie viele Nüsse gegessen werden, der „Ausschuss“ steigt. Ein fataler Umstand, denn gerade bei Senioren ist eine ausbalancierte und ausreichende Nahrungsaufnahme extrem wichtig, da der alternde Organismus einen erhöhten Vitalstoffbedarf besitzt. Letzteres gilt im Übrigen in übertragener Weise auch für Kranke oder Raucher. Für diese Personengruppen empfiehlt sich daher die zusätzliche Zufuhr von Vitalstoffen mittels diätetischer Nahrungsergänzungen.