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  • Ernährungstechnisch optimal: Arginin plus Antioxidantien

    Wir erinnern uns: Arginin ist natürliche die Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO). Dieser elementare Botenstoff hat zwei essentielle Aufgaben:

    • NO ist zuständig für eine Erweiterung der Blutgefäße und die Regulation des Blutdrucks und des Blutflusses.
    • NO verhindert, dass Blutplättchen an den Arterieninnenwänden verkleben, mit diesen in Wechselwirkung treten und eine Arteriosklerose einleiten.
    Rote Trauben enthalten besonders viel Resveratrol, einem wirksamen Antioxidans gegen freie Radikale

    Rote Trauben enthalten viel Resveratrol, ein wirksames Antioxidans gegen freie Radikale

     

    Antioxidantien bringen freie Radikale hinter Gitter

    Damit Stickstoffmonoxid als Signalmolekül im menschlichen Herz-Kreislauf- und Gefäßsystem zur vollen Entfaltung kommt, ist der Körper auf die Zufuhr einer ausreichenden Menge Arginin angewiesen. Doch nicht nur das: NO unterliegt einem oxidativen Abbau durch freie Radikale. Dieser wird durch das Vorhandensein von Antioxidantien eingeschränkt.

    Freie Radikale: Hochreaktive, aggressive Sauerstoffmoleküle oder organische Verbindungen, die ganz automatisch entstehen und sich laufend selbst vermehren. Sie sind für das Immunsystem wichtig, aber zugleich mit zellschädigenden Eigenschaften ausgestattet. Man macht diese verantwortlich für die Entstehung von oxidativem Stress, Alterungsprozessen und schweren Krankheiten. Freie Radikale werden auch Oxidantien genannt, da sie andere Stoffe oxidieren, d. h. zur chemischen Vereinigung mit Sauerstoff zwingen.

    Freie Radikale wirken nicht nur als Zellgift auf den Zellkern und die Erbinformationen (DNS) ein, sondern lösen Kettenreaktionen zellschädigender Prozesse aus. Als unmittelbare Effekte zeigen sich ein geschwächtes Immunsystem und komplex beschleunigte Alterungsprozesse, als nachfolgende ein erhöhtes Risiko für Infekte und degenerative Beschwerden aller Art: von Herz-Kreislauf-Krankheiten und Arteriosklerose über Arthritis und Alzheimer bis zu neurologischen Degenerationen und Krebs. Glücklicher Weise haben freie Radikale einen natürlichen Gegenspieler: Antioxidantien, die sogenannten Radikalenfänger.

    Antioxidantien: Den lebensnotwendigen Schutz vor freien Radikalen leisten Antioxidantien. Sie neutralisieren die Wirkung freier Radikale, indem sie deren Oxidierungsmanöver durch Abwehr- und Reparaturmechanismen in den Zellen verhindern und die Aggressoren in harmlose Stoffwechselprodukte transformieren. Scheitert dieser Vorgang, entsteht oxidativer Stress: die zelluläre antioxidative Abwehr fällt zu schwach aus, um die Oxidantien zu kompensieren – die Grundlagen der Gesunderhaltung geraten ins Wanken.

    Für die Zellen sind Antioxidantien ein biologischer Rostschutz gegen freie Radikale. Zur besseren Vorstellung: Kommt ein angeschnittener Apfel mit Luft in Kontakt, wird er braun. Bildlich gesehen beginnt er zu rosten (chemisch: zu oxidieren). Schuld daran sind überschüssige freie Sauerstoffradikale, welche die Zellwände zersetzen und den Apfel matschig machen. Träufelt man Zitronensaft über die Schnittstellen, bleibt er knackig und oxidiert nicht, weil das Antioxidans Ascorbinsäure (Vitamin C) die Oxidation verhindert. Leider verbrauchen sich Antioxidantien im Zuge ihrer Neutralisierungsleistungen selbst, sodass kontinuierlich für Nachschub gesorgt sein sollte. Zusammenfassend ist es also aus folgenden Gründen ratsam, den persönlichen Antioxidantien-Pool immer gefüllt zu halten:

    • Antioxidantien fördern Gesundheit und Wohlbefinden
    • Antioxidantien leisten lebensnotwendigen Schutz vor freien Radikalen
    • Antioxidantien unterstützen die Funktionsentfaltung von Stickstoffmonoxid

    Eindringlinge mit natürlichen Mitteln bekämpfen

    Der Körper produziert Oxidationshemmer wie das Coenzym Q10 oder die Enzyme Gluthathionperoxidase, Superoxiddismutase und Katalase selbst. Leider fällt die Produktion nicht nur spärlich aus, der Bauplan ist auch schon sehr alt und nicht für die Belastungen einer modernen Welt konzipiert. Insofern ist der Organismus auf die Zufuhr von Radikalenfängern wie Vitamin A, C und E sowie Beta-Carotin, Cystein, Epigallokatechin-3-Gallat und sekundäre Pflanzenstoffe angewiesen. Für wehrhaften Nachschub sorgen ganz besonders Beeren, Datteln, Grüner Tee, Kohl, Rote Trauben (sowie Rotwein), Tomaten, Vollreis oder Zitrusfrüchte sowie Nahrungsergänzungen auf natürlicher Basis.